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Holle Teich

 Am Grunde eines kleinen Sees soll der Eingang zu Ihrem unterirdischen Reich liegen. Hier hütete sie die Seelen bis zu Ihrer Wiedergeburt. Aus der Tiefe brachte sie die Kinder in die Welt. Junge Frauen wurden schwanger, wenn sie Blumen in den See warfen oder darin badeten...

Der Frau Holle Teich mit seiner Holzskulptur der Frau Holle ist zum mythischen Mittelpunkt des Meißners geworden.
In jugendlicher Schönheit steht sie am Rande des Teichs. Der Sage nach soll Frau Holle hier ihr unterirdisches Reich gehabt haben. Hier brachte sie die Kinder aus der Tiefe des Wassers ans Licht der Welt, sodass noch bis in jüngster Vergangenheit Frauen mit Kinderwunsch kleine Opfergaben in den Teich warfen, um mit Kindersegen beglückt zu werden. Auch holte Frau Holle gerne spielende Kinder in die Tiefen des Teichs, um sie festlich zu bewirten und dann wieder nach Hause zu schicken.

Das von den Brüdern Grimm aufgezeichnete Märchen Frau Holle hat hier unverkennbar seinen Ursprung. Erstmals genannt wird der Frau Holle Teich 1641 in einer Beschreibung des Niederfürstentums Hessen als „Frauhollenbad“. Zuvor wurden die Geschichten rund um den Teich mündlich weitergegeben.




 

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